Spitzenschützen holen Pokal zurück

Die Luftgewehrsparte hat am vergangenen Sonntag das traditionelle Schießen um den Wanderpokal der Gemeinde Jerrishoe ausgerichtet. Einwohnergemeinschaften, Vereine und Organisationen hatten 17 Teams gemeldet. „Eine seit langem nicht mehr erreichte gute Beteiligung“, stellten die Organisatoren dann auch fest. Entsprechend eng lagen dann auch die Ergebnisse zusammen.  Auch die Bogenschützen unseres Vereins hatten wieder eine Mannschaft gemeldet, bestehend aus Jürgen Hansen, Werner Niedermayer, Dirk Mader und Frank Herpich. Diese „Spitzenschützen“ hatten den Pokal bereits 2015 und 2016 gewonnen. Mit den Siegern der beiden Vorjahre, der Freiwilligen Feuerwehr und den Landfrauen waren aber zwei weitere Teams mit den besten Aussichten auf den Pokal am Start. Am Ende trennten nur ein hauchdünner Ring Vorsprung die siegreichen Bogenschützen von der zweitplatzierten FFW. Nur zwei Ringe dahinter die Landfrauen auf Platz drei. 

Sehr erfreulich war, dass die Jugendfeuerwehr gleich zwei Mannschaften ins Rennen schickte und auch der Ellbekhof wieder mit jungen Leuten dabei war. Vielleicht sollten wir im nächsten Jahr ein oder zwei Trainingstermine vorweg vereinbaren?

Gleich drei Schützen konnten die beste Ringzahl für sich beanspruchen. In der Teilerwertung, also auf 10tel Ringe gerechnet, wurde Hauke Steinmann als bester Einzelschütze festgestellt, überraschend gefolgt von Johann Melfsen von der zweiten Mannschaft der FFW-Jugend (!) sowie Conny Monke, die für die „14 sonnigen Kegler“ angetreten war.

 

 

Gemeinsame KM NF + SL-FL

Am vergangenen Donnerstag, bei unserem Himmelfahrtsgrillen und Tag des offenen Bogenplatz hatten wir noch den ganztägigen Nieselregen. Nun, gerade drei Tage später, sorgte die Sonne für Schweißausbrüche bei den Teilnehmern der gemeinsamen Kreismeisterschaft. Aus Nordfriesland hatten Vereine aus Bordelum, Ladelund und Mildstedt 28 Bogenschützen gemeldet. 25 Protagonisten des NDSB Kreisverbandes Schleswig-Flensburg kamen in diesem Jahr nur aus Jerrishoe, Kappeln und Lindewitt.  (Hey, Harrislee und Fahrdorf, wo wart ihr?)

Die stärksten Konkurrenzen waren diesmal bei den Masters zu verzeichnen. In dieser Altersklasse dominierten eindeutig die Sportfreunde Bordelum die Disziplinen Recurve und Blankbogen. Mit dem Recurvebogen setzte sich Erhard Gründer mit 568 Ringen an die Spitze, gefolgt von Rüdiger Schmidt (551) und Jörg Teetz (549). Damit war auch ihr Sieg in der Mannschaftswertung ungefährdet. 

Auch bei den Blankies kam das Spitzentrio aus Bordelum: Olaf Henningsen (477), Arnd Tiedemann (462) und Kai Odemann (442). Die Topplätze bei den Compoundern gingen nach Ladelund: Sieger wurde Michel Claussen (664), der zweite Platz ging an René Pessier (644). Dirk Schröder vom TSV Lindewitt wurde Dritter mit 641 Ringen.

In den Schützenklassen bestimmten dagegen Jerrishoer Teilnehmer das Geschehen: Für Mario Thomsen war der ungefährdete Sieg in der Disziplin Recurvebogen mit 560 Punkten das Resultat einer intensiven Vorbereitungsphase. Zweiter wurde Matthias Budweth (Bordelum, 428). Der dritte Platz ging an Jan Philipp Schnack (Lindewitt).

Das beste Ergebnis mit dem Compoundbogen und gleichzeitig die Turnierbestmarke von 682 bei 720 möglichen Ringen erzielte Lars Tobiesen und mit dem Blankbogen setzte sich Martin Stiehl durch (486). Mit diesen Ergebnisse dürften die Herren ihre LM-Tickets ebenso klar eingefahren haben wie Jaqueline Hansen bei den Damen. Sie setzte die Bestmarke in der Recurve-Disziplin mit 580 Zählern. Platz zwei ging hochverdient an Melanie Petersen (505), die auch in den vergangenen Wochen fleißig an ihrem Schießstil gearbeitet hatte.

Insgesamt holten unsere Schützen auf eigenem Platz zehn mal Gold. Mit insgesamt 16 Medaillenplätzen lagen wir in der Gesamtbilanz jedoch noch hinter den Sportfreunden Bordelum, die mit 20 Topplatzierungen heimfuhren. Bereinigt auf die Ergebnisse für unseren Kreisverband ist festzustellen, dass in nahezu allen Klassen und Bogendisziplinen, die mit Startern aus Jerrishoe besetzt waren, diese auch die ersten Plätze einfahren konnten.

Alle Ergebnisse

Bogeninteressierte trotzen dem Regen

Wieder hatten die Jerrishoer Bogenschützen ihren Platz geöffnet, um Neugierigen die Gelegenheit zum Anfassen und Mitmachen zu geben. Ausgerechnet diesen Tag hatte sich aber auch Petrus ausgesucht, um der Natur den nötigen Regen zu spendieren. Nun ja, zumindest im Sommerhalbjahr ist Bogensport eben auch Freiluftsport. Dennoch fanden sich etliche Besucher ein, um selbst einmal den Umgang mit dem Sportbogen auszuprobieren. Unter der Anleitung von Trainern und erfahrenen Schützen durften kleine und große Robin Hoods die Pfeile fliegen lassen. Mancher war erstaunt über die vielen kleinen Dinge, die es zu beachten gilt, damit mehr als ein Schuss gut gelingt. Die Nachfrage nach Einsteigerkursen zeigte, dass die Aktion ankam und vielen Besuchern Spaß machte. Der Regen war dabei fast vergessen.

Besondere Fortbildung

Vielleicht ist Euch bekannt, dass unsere Bogentrainer sich auf dem Laufenden halten müssen um Ihre Lizenz zu wahren. Dazu nehmen sie an verschiedene Maßnahmen teil. Neue Erfahrungen durften Willi und Jochen dabei kürzlich machen: Sie besuchten eine Fortbildung zum Thema „Bogenschießen im Behindertensport“. Dabei sollte die Simulation verschiedener Handicaps den Teilnehmern den Umgang mit Pfeil und Bogen unter Einschränkungen näher bringen. Lest dazu Willis Beitrag auf der NDSB-Seite.

Neuer Bogenplatz offiziell eröffnet

Unsere Bogenschützen feiern ihren neuen Trainingsplatz! Und haben allen Grund dazu: Nachdem feststand, dass die Sparte nach über 30 Jahren aus baurechtlichen Gründen unsere „Heimat“ am Moorweg aufgeben mussten, waren wir froh, eine neue Heimat gefunden zu haben. Aber erst musste in cirka 500 Stunden Gemeinschaftsarbeit noch mancher Schweißtropfen rinnen, um die neue Anlage nun Ende August offiziell ihrer Bestimmung übergeben zu können.

Das neue Domizil auf dem westlichen Teil des Jerrishoer „Bolzplatzes“ am Norderholzweg wurde stilgerecht mit dem Durchschneiden eines gelben Bandes durch Vorsitzenden des Kreissportverbandes, Rainer Detlefsen, der Vertreterin des Kultur- und Sportausschusses im Gemeinderat, Ivonne Greßmann und Unserer Spartenleiterin Barbara Neuhaus eröffnet. Als Gäste durften wir auch unseren NDSB Kreisvorsitzenden Alfred Koitzsch und Inge Lindahl-Koitzsch, Vertreter des Gemeinderats und später mit Heike Schmidt auch die Jerrishoer Bürgermeisterin begrüßen. Ganz besonders hat uns gefreut, dass mit Dieter Meyer ein Gründungsmitglied der Bogensparte den Weg auf den Platz gefunden hat. Wir bekamen viele Wünsche für eine allzeit eine ruhige Hand und „Alles ins Gold“ auf dem neuen Platz.

Vielen Dank an Amt und Gemeinde für die Unterstützung und das Vertrauen, dass der Sparte mit dem langfristigen Nutzungsvertrag ausgesprochen wurde. Vom Kreissportverband gab es sogar noch eine „Finanzspritze“ von 50 Euro für die durch die Investitionen ziemlich geplünderte Vereinskasse.  Denn auch mit der Zusage von Geldern aus der Sportförderung des Landes hat uns das Projekt unsere Kasse ganz schön gefordert. Aufwändig waren unter anderem die Sicherheitsmaßnahmen mit Pfeilfangzaun und Schutzwall.

Aber wir denken, dass dies eine gute Investition in die Zukunft ist. Das Interesse an Freizeitaktivitäten zur Entschleunigung und Selbstbesinnung steigt zusehends, nicht zu vergessen die gesundheitlichen Aspekte des Bogenschießens. Neugierige sind jederzeit willkommen! So standen dann auch viele Interessierte an, um beim angebotenen Jedermannschießen erste Erfahrungen mit Pfeil und Bogen zu machen um mal zu sehen, ob eine Teilnahme an einem der angebotenen Schnupperkurse doch etwas wäre.

Zum Ende der Veranstaltung wartete die Gemeinde noch mit einer Überraschung auf: Sie hatte zwischenzeitlich an der Ecke Wanderuper Str./Norderreihe ein Hinweisschild auf den „Bogenplatz“ angebracht.